About Us

Unser Erbe und unsere Gegenwart

Carrozzeria Coggiola ist ein Automotive- und Aeronautik-Karosseriewerk in Turin mit einer unbeschränkten Autoproduktionslizenz und ist seit 1966 aktiv. In jenem Jahr wurde das Karosseriewerk von einem italienischen Designer namens Sergio Coggiola (1928-1989) gegründet. Sein Talent für automotives Industriedesign hatte er 14 Jahre lang bei seiner Arbeit als Zeichner und Leiter des Technikbüros bei Carrozzeria Ghia trainiert.

1969 begann Sergio Coggiola eine Zusammenarbeit mit dem schwedischen Autohaus Saab: Diese lange Geschäftsbeziehung führte zu interessanten Ergebnissen sowohl für die Serienproduktion (Saab Sonett III und Saab 9000), als auch für die Herstellung von Prototypen (zum Beispiel des Saab 98 Kombi Coupe). Neben seiner Zusammenarbeit mit Saab kümmerte sich Coggiola 1970 auch noch um weitere Arbeiten, insbesondere im Bereich des Prototypendesigns. So entstanden die Prototypen für den Lancia Fulvia, für den Volvo P1800 und den Pontiac Grand Prix. Die darauffolgenden Jahre waren sehr geschäftig, es wurden Prototypen wie das Citroën Visa Kabrio und viele andere Audi-Modelle entwickelt.

Der Prototyp für den Renault Mégane wurde 1988 entwickelt, einige Jahre später entstand daraus einer der Bestseller des französischen Unternehmens. Dasselbe gilt für den Prototypen Scénic, der zwei Jahre später ins Leben gerufen wurde. Eine der Besonderheiten des Karosseriewerks Coggiola war es, die Karosserie als Funktion aus Parametern in Bezug auf Sicherheit und Torsionssteifigkeit zu studieren. Die 90er-Jahre zeichneten sich durch intensive Arbeit aus, selbst nach dem Tod des Gründers. Es entstanden Prototypen für verschiedene Marken (Fiat, Lancia, Opel, usw.) und es wurden individuelle Fahrzeuge produziert, die von Kunden als Einzelstücke bestellt wurden, darunter die Coupés und Kabrios Bentley B2 und B3.

Es gab auch Experimente für Mercedes-Benz-Basen wie den berühmten modularen Prototypen VRC: Dabei handelt es sich praktisch um ein Auto mit einem abnehmbaren und austauschbaren Dach mit unterschiedlichen Formen, damit der Karosserietyp geändert werden kann und es doch dasselbe Auto bleibt. Im selben Jahrzehnt wurden auch Prototypen für „edlere“ Marken wie Bentley und Aston Martin entworfen. Auch nach dem Jahr 2000 ging die Arbeit fruchtbar weiter: Der Prototyp T-Rex, ein sehr breiter SUV auf dem Fahrgestell eines Hummer war dabei sehr wichtig, genauso wie der Prototyp Toyota 735N, eine Art Minivan mit besonders auffälligem Dach.

2008 beschloss Rosario Falsone, bei allen als „Saro“ bekannt, das Unternehmen Carrozzerie Coggiola, welches in schweren finanziellen Schwierigkeiten steckte, zu übernehmen.

2020 kaufte ETIOCA die Gruppe und beschloss, dessen Ressourcen und Stärken eine neue Struktur zu verleihen, bei der es um Forschung, technische Entwicklung und Ingenieursarbeit geht.

Das erste Projekt mit dieser neuen Ausrichtung ist die Erforschung und Entwicklung des Designs, der Technik und des integrierten Systems des ETIOCA-Taxis.

de_DE